Forscher haben gelernt, Krebszellen während einer Operation sofort zu erkennen

Die Wissenschaftler modifizierten das Lasermikroskop, indem sie einen Mikroscanner-Spiegel hinzufügten, der mit MEMS-Technologie hergestellt wurde

Dieser Ansatz ermöglicht es, ein Gerät zu schaffen, das klein und kompakt genug ist, um im Operationssaal eingesetzt zu werden.

Nach der Entfernung des Tumors wird ein von den Institutsmitarbeitern entwickelter flüssiger Tumormarker auf das umliegende Gewebe aufgebracht.Das Laser-Scanning-Mikroskop wird über das operierte Gewebe gelegt.Einmal pro Sekunde wird blaues Laserlicht mit einer Wellenlänge von 488 nm gerichtet. 

Wenn der blaue Laserstrahl des Mikroskops auf gesunde Zellen trifft, wird das reflektierte Lichtwird durch einen Interferenzfilter blockiert, der Licht nur bei einer bestimmten Wellenlänge durchlässt. Ist der Laserstrahl jedoch in KontaktBei Krebszellen sendet der Tumormarker fluoreszierendes grünes Licht aus, dasdurch Filter wird vom System behoben.

Die Forscher stellen fest, dass die Auflösung des Systemsso groß, dass sogar einzelne Tumorzellen erkannt und auf dem Display des Instruments angezeigt werden können. Gleichzeitig, fügen die Entwickler hinzu, können Bilder in verschiedenen Ebenen aufgenommen werden, was es ermöglicht, Tumorzellen zu finden, die unter anderem Gewebe verborgen sind.

Visualisierung von Krebszellen auf dem Display. Foto:Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme

"Zum ersten Mal ein leistungsstarker tragbarer Laserein Scanmikroskop, das im OP neben dem Patienten platziert werden kann“, sagt Michael Scholles, Leiter des FIFM Center for Microelectronics and Optical Systems for Biomedicine. „Die Inspektion des Operationsfeldes dauert nur wenige Sekunden.“

Forscher haben die Wirksamkeit bestätigtvon ihnen entwickelter Oncomarker zum Nachweis von Tumorzellen des Gehirns und der Haut. Nun testen Wissenschaftler, ob andere Krebszellen ähnlich reagieren.

Traditionell während Operationen zu entfernenTumorchirurgen entnahmen Gewebeproben rund um den entfernten Bereich und schickten sie ins Labor. Der Test dauerte mehrere Minuten, wenn die Ergebnisse das Vorhandensein von Krebszellen zeigten, musste mehr Gewebe entfernt und der Test wiederholt werden. Wie die Forscher festhalten, erhöht dieser Ansatz die Belastung für den Patienten.

„Unser Lasermikroskop kann allesnotwendige Recherchen direkt im Betrieb. Außerdem schont es das umliegende Gewebe – der Chirurg sieht genau, wo gesunde Zellen beginnen“, ergänzt Scholles.

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