Russische Wissenschaftler entwickeln einen Neutronenbeschleuniger, um Krebszellen abzutöten

Die Bor-Neutroneneinfang-Therapie bei Krebs ermöglicht es, die Zellen eines bösartigen Tumors, wie z.B.

Zellen werden vom System anhand des Vorhandenseins eines stabilen Borisotops – Bor-10 – identifiziert. Eine Lösung davon wird in das menschliche Blut injiziert und dient als Marker für betroffene Zellen.

Jetzt arbeiten die Forscher daran, eine Beschleuniger-Neutronenquelle zu entwickeln, die die betroffenen Gebiete genau mit Bor versorgt.

„Neue Medikamente müssen wirksam seinliefern Bor an Tumorzellen und erzeugen unter Umgehung gesunder Gewebe die maximale Konzentration dieser Substanz in ihnen. Experten untersuchen die Möglichkeiten von drei verschiedenen Kandidaten für die Rolle des Borträgers – Albumin-Proteinmoleküle, Aptamere (kurze Nukleinsäuresequenzen) und Bakteriophagen. Wir hoffen, in den nächsten drei Jahren ein Medikament zu entwickeln, das viel effizienter an Glioblastome bindet als bestehende ausländische Analoga.“

Vladimir Richter, Leiter des Labors für Biotechnologien, Institut für Chemische Biologie und Physik der Sibirischen Zweigstelle der Russischen Akademie der Wissenschaften

Zuvor gründeten Wissenschaftler der Universität TokioBiopharmazeutika der nächsten Generation sind Nanomaschinen, die Krebsmedikamente an schwer zugängliche Stellen wie das menschliche Gehirn abgeben.