Wissenschaftler haben eine molekulare „Spritze“ entwickelt, die Proteine, darunter Krebsmedikamente und Gene, injizieren kann
Es ist bemerkenswert, dass in der Studie Biologennutzte ein von Googles DeepMind entwickeltes Programm für künstliche Intelligenz (KI) – AlphaFold. Sie hat zuvor die Struktur fast aller der Wissenschaft bekannten Proteine vorhergesagt.
Das Team modifizierte eine Spritze ähnlich ein Protein, das natürlicherweise in Photorhabdus asymbiotica vorkommt, einer Bakterienart, die hauptsächlich Insekten infiziert. Die modifizierte Spritze wurde bisher nicht an Menschen getestet, sondern nur in Laborschalen und an lebenden Mäusen. Experten sind jedoch zuversichtlich, dass die Spritze mit der Zeit auch in der Medizin Anwendung finden wird.
„Dieser Ansatz kann individuell an die Zielgruppe angepasst werdenauf bestimmte Zellen übertragen und zur Lieferung einzelner Protein-„Ladungen“ verwendet. „Die neu gestalteten Injektionskomplexe stellen einen spannenden Satz biotechnologischer Werkzeuge dar, die in einer Vielzahl biologischer Systeme Anwendung finden können“, erklären Charles Erickson und Martin Pilhofer, die an der ETH Zürich in der Schweiz bakterielle Zell-Zell-Interaktionen untersuchen und nicht an der Studie beteiligt waren. Die Wissenschaftler verfassten einen begleitenden Kommentar zum Artikel.
Weiter lesen:
Biologen entdecken, wie Krebszellen dem Immunsystem entkommen
Die Schlüsseltheorie der Quantenphysik ist endlich bewiesen. Hauptsächlich
Benannte Produkte, die das Gehirn vor Demenz schützen, und wann sie anzuwenden sind
Titelbild: Proteine unter dem Mikroskop, die als winzige Spritzen bestimmte „Payloads“ in menschliche Zellen injizieren können
Bild mit freundlicher Genehmigung von Joseph Kreitz, Broad Institute am MIT und Harvard, McGovern Institute for Brain Research am MIT