Um einen Vogel zu fangen, muss ein Raubtier keine hohe Geschwindigkeit oder Reflexe haben. In einem Artikel veröffentlicht in
Auf Aufnahmen, die in den Wäldern der Insel aufgenommen wurdenFregattvogel des Seychellen-Archipels vor der Küste Ostafrikas im Indischen Ozean: Eine erwachsene weibliche Schildkröte bewegt sich langsam auf ihr Ziel zu – das Küken einer Seeschwalbe. Der Jungvogel war bereits flügge, konnte aber noch nicht fliegen; Sie ist wahrscheinlich aus dem Nest gefallen.
Sobald die Schildkröte nah genug ist, etwaseinmal versucht, die Seeschwalbe zu beißen, aber sie entfernte sich allmählich von ihr. Außerdem schlug das Küken mit den Flügeln und führte mit dem Schnabel bedrohliche Angriffe aus. Schließlich drückte das Reptil den Vogel bis zum Ende des Rüssels, so dass dieser keine Möglichkeit mehr hatte, sich zurückzuziehen. So gelang es der Schildkröte, das Küken in den Kopf zu beißen. Durch den Angriff starb er und fiel anschließend zu Boden. Danach stieg das Reptil vom Baumstamm herab, hob den Vogel auf und verschlang ihn im Ganzen. Insgesamt dauerte die Jagd sieben Minuten, davon entfielen 92 Sekunden auf eine langsame „Verfolgungsjagd“ am Baumstamm entlang.
Bildnachweis: Anna Zora
„Die Schildkröte blickte die Seeschwalbe direkt anund ging zielstrebig auf sie zu. „Es war sehr, sehr seltsam und völlig anders als das übliche Verhalten dieser Reptilien“, sagt Justin Gerlach, Direktor für biologische Forschung am Peterhouse College der Universität Cambridge. „Es war erschreckend und erstaunlich zugleich.“
Die Zoologin Anna Zora, die das Video gedreht hat, stellt festdass sich die Schildkröte dem Küken mit offenem Maul und eingezogener Zunge nähert. Dies ist laut Gerlach typisch für das aggressive Verhalten von Schildkröten – als ob die Seeschwalbe jemand wäre, der getötet und nicht nur gefressen werden musste.
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