Wissenschaftler lüften das Geheimnis der Stradivari-Geige

Einigen Musikern zufolge reproduzieren Stradivari-Geigen Musik mit einem Reinheitsgrad, der den Ansprüchen genügt

nicht unter modernen Instrumenten.Es wird angenommen, dass dies auf die mysteriöse Verarbeitung zurückzuführen ist, die Antonio Stradivari vor hundert Jahren anwandte und ihnen ein einzigartiges Aussehen und einen einzigartigen Klang verleiht. Um das Rätsel zu lösen, machten Experten auf dem Gebiet der analytischen Chemie nanometergroße Bilder von zwei Stradivari-Geigen. Dabei entdeckten sie eine Schicht aus proteinbasiertem Material, die sich zwischen dem Holz und dem Lack befand.

Frühere Studien haben gezeigt, dass einigeStreichinstrumente von Stradivarius zeichnen sich durch eine versteckte Beschichtung unter einem glänzenden Lack aus. Es ist notwendig, das Holz zu spachteln und zu glätten. All dies beeinflusst die Resonanz des Holzes und den vom Instrument erzeugten Klang. Die Kenntnis der Bestandteile dieser Schicht ist der Schlüssel zur Reproduktion historischer Instrumente in der Neuzeit.

In einer neuen Studie untersuchten Experten die Zusammensetzung der Schicht zwischen Holz und Lack in zwei kostbaren Geigen, einer San Lorenzo von 1718 und einer Toscano von 1690.

Wissenschaftler verwendeten InfrarotspektroskopieMit einer Fourier-Transformation stellten sie fest, dass es auf zwei der Proben eine Zwischenschicht gab, von der jedoch unbekannt war, welche. Anschließend analysierten sie die Proben mithilfe der Infrarotstreuungs-Nahfeld-Rastermikroskopie (IR s-SNOM).

Die Ergebnisse zeigten, dass die Schicht zwischen dem Baumund der Lack beider Instrumente enthält proteinbasierte Verbindungen, die sich zu nanoskaligen Flecken ansammeln. Obwohl Wissenschaftler der Lösung des Rätsels um die Stradivari-Geige näher gekommen sind, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um mehr zu erfahren.

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