Sehen Sie, wie der eisige „Gehirnbereich“ des Mars aus dem Weltraum aussieht

Utopia Planitia ist eine große, abgerundete Senke im östlichen Teil der nördlichen Hemisphäre des Mars.

Sein Durchmesser beträgt etwa 3,3 Tausend Kilometer (fast das Doppelte der Länge der Sahara von Norden nach Süden).

In dieser Region wurden zahlreiche Eisvorkommen gefunden. Eis wurde sowohl an der Oberfläche selbst als auch in großen Tiefen gefunden.

Panorama der Utopia Plain, Europäische Weltraumorganisation

Links und rechts des Panoramabildes sind großflache Bereiche der Oberfläche, sogenannte latente Ablagerungen. Dies sind tiefe, eis- und staubreiche Gesteinsschichten, die „die Oberfläche poliert“ haben. Wissenschaftler glauben, dass die Eisablagerungen entstanden sind, als die Rotationsachse des Mars viel stärker geneigt war als heute.

In der Bildmitte sind zwei Einschlagskrater zu sehen.Mars Express hat ein detailliertes Bild von diesem Bereich gemacht. Links neben dem kleineren Krater sind Strukturen zu sehen, die als "Gehirnbereich" bekannt sind. Die Verformung der Oberfläche führte zur Bildung von gefrorenen Strukturen, die Windungen ähneln.

Detailaufnahme. Das Hirnareal befindet sich mittig am oberen Bildrand, die Staubzonen befinden sich auf der linken Bildseite. Die Europäische Weltraumorganisation

Der Bereich rechts von diesem Kraterentstanden durch Kompression und Verformung der eisreichen Oberfläche. Diese Prozesse haben zur Bildung von Mustern und Rissen geführt, in denen sich Staub festsetzt und sie merklich dunkler werden lässt (in den Detailbildern zu sehen).

Außerdem sind in verschiedenen Teilen des Bildes sichtbarAussparungen mit runder oder elliptischer Form. Die Tiefe dieser Strukturen beträgt mehrere zehn Meter, und der Durchmesser variiert von mehreren zehn Metern bis zu mehreren Kilometern. Wissenschaftler glauben, dass solche Vertiefungen durch das Schmelzen von unterirdischem Eis oder seine Umwandlung in Gas entstanden sind. Die Freisetzung von Wasserdampf führt zum Einsturz der Oberfläche und zur Bildung von Vertiefungen.

Detailaufnahme. Links ist das Hirnareal, rechts die Staubzonen. Die Europäische Weltraumorganisation

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