Selbstregulierendes Insulin zur Unterstützung von Diabetikern entdeckt

Patienten mit Typ-1-Diabetes müssen ihren Blutzuckerspiegel ständig mit Insulin überwachen.

Und Balance ist hier wichtig:Zu viel Insulin führt zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie), zu wenig führt zu Hyperglykämie. Forscher haben eine selbstregulierende Insulinformulierung auf Nanopartikelbasis entwickelt, die zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle beitragen kann.

Biokompatible Lipid-Nanopartikel sind bereits weit verbreitetwerden als Arzneimittelträger eingesetzt. Darüber hinaus weisen sie eine homogene chemische Struktur auf. Für diese Studie veränderten die Wissenschaftler einen Bereich der Oberfläche der Nanopartikel so, dass er mehrere positive Ladungen tragen konnte. Negativ geladene Insulinmoleküle binden elektrostatisch an die Lipid-Nanopartikel.

Testen der aktualisierten Insulinformulierung an MäusenBei Diabetes fanden Forscher heraus, dass Insulin langsam ausgeschüttet wurde, wenn der Blutzuckerspiegel normal war. Bei hohen Blutzuckerwerten bildeten die Lipide in den Nanopartikeln jedoch chemische Bindungen mit der Glukose, wodurch die positive Ladung auf der Oberfläche der Nanopartikel verringert und die Insulinausschüttung deutlich beschleunigt wurde. Mit einfachen Worten: Es hat „wie es sollte“ funktioniert.

Nach der Glukoseinjektion Blutzuckerwertemit der Insulinzusammensetzung behandelte diabetische Mäuse fielen mit der gleichen Geschwindigkeit wie gesunde Mäuse auf normale Werte und behielten sechs Stunden lang normale Blutzuckerspiegel bei.

Die Forscher hoffen, dass in Zukunft zEine glukoseempfindliche Insulinformulierung könnte in tragbarer Elektronik verwendet werden, die die Blutzuckerkontrolle bei Typ-1-Diabetikern erheblich verbessern würde.

Die Studie wurde in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht.

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