Die Gletscher des Kaukasus nahmen über 30 Jahre um 16% ab

In den letzten 55 Jahren – von 1961 bis 2016 – haben Gletscher auf der ganzen Welt mehr als 9 Billionen Tonnen Eis verloren. Der schwerste Schlag

ereignete sich in Alaska – die Region verlor 3 Billionen TonnenEis. An zweiter Stelle steht Grönland (1,237 Billionen Tonnen), gefolgt von den Anden (1,208 Billionen Tonnen). Die arktischen Regionen Russlands und Kanadas verloren im gleichen Zeitraum jeweils mehr als 1 Billion Tonnen Eis.

Die Studie basierte auf AnalysenLandsat- und SPOT-Satellitenbilder aus den Jahren 1986, 2000 und 2014. Auf dieser Grundlage stellten Wissenschaftler fest, dass Gletscher des Großkaukasus etwa 0,5% Eis pro Jahr verlieren - ein im Vergleich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ziemlich bedeutender Verlust.

Seit etwa drei Jahrzehnten ist das Gebietvon 692 km2 auf 590 km2 gesunken, also um 30 %. Laut Wissenschaftlern kann dieser Trend eine Gefahr darstellen: Die Verringerung der Gletscherfläche führt zu einer Instabilität der Hänge, was wiederum zu einer Zunahme von Erdrutschen und Steinschlägen führt.

„Im Kaukasus haben schmelzende Gletscher keinen EinflussDie Wasserversorgung ist ebenso stark wie in den tropischen Anden oder Zentralasien, wo Schmelzwasser von Gletschern eine wichtige Ressource darstellt. Hier haben Regen und Schneefall einen größeren Einfluss auf die Wasserversorgung. Allerdings verändert sich der Wasserhaushalt – und damit auch die Minima und Maxima der Überschwemmungen.“

Stanislav Kutuzov, Hauptautor der Studie

Vorherwurde gemeldetdass am 1. August 2019 die grönländische Eisdecke 12,5 Milliarden Tonnen Eis verloren hat - dies ist ein absoluter Rekord für die Schmelzgeschwindigkeit in der gesamten Beobachtungsgeschichte.