Der Hadron Collider erreicht ein Rekordenergieniveau: Er sucht nach dunkler Materie

Im April 2022 nahm der größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt seinen Betrieb wieder auf

dreijährige Pause.

Ab dem 5. Juli 2022 wird es für fast vier Jahre rund um die Uhr in Betrieb sein. Das Energieniveau wird 13,6 Billionen Elektronenvolt betragen, teilte die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) mit.

Der Collider sendet zwei Strahlen von Protonen – das sind die Teilchen im Kern eines Atoms – in entgegengesetzte Richtungen mit einer Geschwindigkeit nahe der Lichtgeschwindigkeit.

Die resultierenden Kollisionen werden von Tausenden von Wissenschaftlern in verschiedenen Experimenten aufgezeichnet und analysiert: ATLAS, CMS, ALICE und LHCb. Sie verwenden erhöhte Energie, um dunkle Materie zu untersuchen.

„Wir streben an, 1,6 Milliarden Proton-Proton-Kollisionen pro Sekunde für die ATLAS- und CMS-Experimente bereitzustellen“, sagte Mike Lamont, Leiter der Abteilung Beschleuniger und Technologie am CERN.

Diesmal wurden die Protonenstrahlen auf weniger als 10 Mikrometer verengt. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 70 Mikrometer dick.

Das neue Energieniveau wird es ihnen auch ermöglichen, ihre Forschung am Higgs-Boson fortzusetzen, das am 4. Juli 2012 erstmals vom Large Hadron Collider entdeckt wurde.

Weiter lesen:

Ein Schwarzes Loch in der Galaxie gab Einstein Recht. Die Hauptsache

„James Webb“ zeigt den Weltraum vor dem Urknall: Astronomen kurz vor einer globalen Entdeckung

Der Weltraum zerstört Knochen und verändert ihre Struktur: Wissenschaftler wissen nicht, wie Menschen zum Mars fliegen werden