Wissenschaftler des Forschungsinstituts NOIRLab verwendeten zur Erstellung des Bildes eine neue Bildgebungstechnik
R136a1 gilt als das massivste bekannteSterne. Dieser kolossale Stern gehört zum Sternhaufen R136, der etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Zentrum des Tarantelnebels in der Großen Magellanschen Wolke liegt.
Ein Bild des Sterns R136a1, aufgenommen mit dem Gemini-South-Teleskop. Bild: Internationales Gemini-Observatorium, NOIRLab, NSF, AURA
Frühere Schätzungen ergaben, dass die Masse von R136a1250–320 Mal mehr als die Masse der Sonne. Für die Aufnahme des Bildes nutzten Wissenschaftler das neue Zorro-Instrument am 8,1-Meter-Teleskop Gemini South am Observatorium in Chile.
Dieses Gerät nutzt TechnologieSpeckle-Bildgebung, die es bodengestützten Teleskopen ermöglicht, einen Großteil des durch die Erdatmosphäre verursachten Unschärfeeffekts zu überwinden. Das Teleskop mache viele tausend Bilder eines hellen Objekts mit einer kurzen Verschlusszeit von nur 60 ms, erklären Wissenschaftler. Diese Daten werden dann verarbeitet, um die Unschärfe zu entfernen.
In ihrer Studie verwendeten die Forscher 40.000Bilder des R136-Clusters, die innerhalb von 40 Minuten aufgenommen wurden. Jede dieser Aufnahmen ist so kurz, dass die Atmosphäre keine Zeit hatte, einzelne Frames zu verwischen, und durch die sorgfältige Kombination aller 40.000 Aufnahmen war das Team in der Lage, ein scharfes Bild des Clusters zu erstellen.
R136a1, gesehen von Gemini South (links) und dem Hubble-Weltraumteleskop (rechts). Bild: Internationales Gemini-Observatorium, NOIRLab, NSF, AURA
Astrophysiker schätzen die Masse eines Sterns, indem sie sie vergleichenbeobachtete Helligkeit und Temperatur mit theoretischen Vorhersagen. Basierend auf klareren Bildern verfeinerten sie die Größe von R136a1. Es stellte sich heraus, dass er nur 170-230 Mal massereicher ist als die Sonne, aber selbst diese Schätzung macht ihn zum größten bekannten Stern.
Auf dem Cover: ein kunstvolles Bild des größten Sterns. Bild: NOIRLab, NSF, AURA, J. da Silva, Spaceengine
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