Im großen Maßstab ist die Struktur des Universums ein kosmisches Netz – fadenförmige Strukturen,
Basierend auf einer Reihe von Simulationen, Wissenschaftleruntersuchten die heterogene Struktur des Universums und betrachteten die Verteilung von Galaxien als eine Ansammlung von Punkten – wie die einzelnen Materieteilchen, aus denen die Materie besteht – und nicht als eine kontinuierliche Verteilung. Sie untersuchten über 1.000 Simulationen, die jeweils aus einer Milliarde „Teilchen“ dunkler Materie bestanden. Ihre durch Gravitationsentwicklung entstandenen Haufen dienen als Grundlage für die Verteilung der Galaxien.
Visualisierung der Ergebnisse der Sloan Digital Sky Survey. Animation: Institut für fortgeschrittene Studien
Das ergab die Studie auf einer Skala von 10 bis100 Millionen Lichtjahre einer Galaxie versammeln sich zu einem Netzwerk von Fäden, die sich zwischen Leeren schlängeln. Die Anordnung sieht aus wie Schaum aus Seifenblasen, also eine ungeordnete Umgebung. Gleichzeitig wird das Universum im großen Maßstab homogen und isotrop. Solche maßstabsbedingten Eigenschaftsänderungen sind charakteristisch für kolloidale Systeme: Suspensionen von Partikeln in einer dispergierten Lösung.
Die Forscher stellen fest, dass die Ähnlichkeiten zwischenOrdnung des Universums und der materiellen Systeme auf der Erde eröffnet Möglichkeiten für gemeinsame Forschung. Durch die Modellierung des Verhaltens geordneter Systeme kann man beispielsweise kosmische Hohlräume und Blasen aus ionisiertem Wasserstoff untersuchen, die sich während der Reionisierungsphase des Universums gebildet haben. Im Gegenteil, neue im Universum entdeckte Phänomene können auch Einblicke in verschiedene materielle Systeme auf der Erde geben.
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