Der Sklavenhandel hat zur Entstehung neuer pathogener Viren in Amerika geführt

Die Autoren der neuen Arbeit fanden heraus, dass europäische Kolonisten neue Viren nach Nordamerika brachten, darunter

Pocken, Masern und Mumps: Diese verursachten Krankheitsausbrüche, die zu einem erheblichen Bevölkerungsrückgang in den Gemeinden der amerikanischen Ureinwohner führten. 

Zahlreiche Krankheitsausbrüche im heutigen Mexiko töteten im 16. Jahrhundert Millionen indigener Völker. Aber die genauen Erreger, die für diese Ereignisse verantwortlich sind, sind derzeit unbekannt.

Um herauszufinden, welche spezifischen VirenDie Autoren der Arbeit extrahierten alte Virus-DNA aus den Zähnen wahrscheinlicher Opfer dieser Ausbrüche, die sich aufgrund des transatlantischen Sklavenhandels verbreiteten: Sie wurden in einem Krankenhaus und einer Kapelle aus der Kolonialzeit begraben.

Die Opfer waren sowohl indigene Völker als auchAfroamerikaner aus Afrika. Aus dieser DNA rekonstruierte das Team dann die Genome der Viren. Als Ergebnis identifizierten sie das alte Hepatitis-B-Virus und das Parvovirus B19. Die Autoren verglichen die Genome und kamen zu dem Schluss, dass beide Viren aus Afrika stammen. 

Die Ergebnisse der Arbeit bestätigten, dass während der Epidemien mehrere neue Viren gleichzeitig im Umlauf waren, weshalb sie sich für indigene Gemeinschaften als so tödlich erwiesen.

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