Die Studie zeigte, dass Schildkröten kaum wissen, wo sie schwimmen

Wissenschaftler installierten GPS-Tracker an 22 Karettschildkröten (Eretmochelys imbricata) und untersuchten ihre Routen

Bewegungen dieser Tiere. Es stellte sich heraus, dass Schildkröten nach der Paarung und Fortpflanzung auf Umwegen zu Futterplätzen zurückkehren.

Zum Beispiel überwand eine Schildkröte insgesamtSchwierigkeit von 1306 km, um die Insel zu finden, die nur 176 km vom Ausgangspunkt entfernt war. Die Forscher fanden heraus, dass die Tiere in der Regel viel herumschwammen, bevor sie sich wieder an Land niederlassen konnten. Wie die Studie zeigte, war der Weg, den die Schildkröten vom Paarungsplatz zu den Futterplätzen schwammen, im Durchschnitt doppelt so lang wie der kürzeste.

Spuren der Bewegung von Schildkröten zu Futterplätzen (mit einem Sternchen gekennzeichnet). Bild: Hays et al., Journal of the Royal Society Interface

Meeresschildkröten sind bekannt für ihredie Fähigkeit, weite Strecken über den Ozean zurückzulegen und auf kleinen und isolierten Inseln weit entfernt von anderen Orten Halt zu machen. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Schildkröten das Erdmagnetfeld wahrnehmen und es zur Navigation nutzen können.

Die Autoren der neuen Arbeit stellen fest, dass die MöglichkeitenDie magnetische Navigation ist tatsächlich erheblich eingeschränkt: Die „geomagnetische Karte“ ist recht grob und von geringer Auflösung. In einem Interview mit The Guardian stellte Professor Graham Hayes, Co-Autor der Studie von der Deakin University, fest, dass magnetische Navigation Tieren nicht dabei hilft, eine direkte Route zu finden, sondern ihnen vielmehr sagt, wenn sie zu weit von der Route entfernt sind.

Wissenschaftler stellen fest, dass das Verhalten und die Navigation vonSchildkröten verhalten sich ganz anders als manche Seevögel, die ebenfalls das Magnetfeld zur Orientierung nutzen. Vögel finden in der Regel viel schneller die richtige Richtung. Wissenschaftler glauben, dass Vögel den Geruch verwenden, um ihre Route zu korrigieren, während Meeresschildkröten diesen zusätzlichen sensorischen Input nicht haben.

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