Die Autoren der neuen Arbeit kamen zu dem Schluss, dass Spinnen ihre Netze wie ein großes „Ohr“ nutzen
Wissenschaftler wissen, dass Spinnen auf Vibrationen reagierenim Netz, die beispielsweise potentielle Beute signalisieren. Aber die Autoren der neuen Arbeit erweiterten dieses Wissen und stellten fest, dass sich die Spinnen als Reaktion auf Geräusche drehen, niederhocken oder flachdrücken.
Ein Strang Spinnenseide ist so dünn undempfindlich, das die Bewegung und Vibrationen der Luft erfassen kann, die nur eine Schallwelle ausmachen. Das menschliche Trommelfell funktioniert anders.
In der Studie verwendeten die Autoren schalltoteDie Kammer ist ein völlig schallisolierter Raum. Wissenschaftler zwangen Spinnen, Netze in einem rechteckigen Rahmen zu spinnen, damit sie ihn an der gewünschten Stelle positionieren konnten. Als nächstes begannen die Forscher, verschiedene Geräusche zu erzeugen, um zu sehen, wie die Spinnen reagierten. Das Team begann mit einem reinen Tonsignal aus einer Entfernung von 3 Metern: Sie spielten verschiedene Tonpegel ab, um zu sehen, ob die Spinnen reagierten oder nicht.
Die Autoren waren überrascht, als sie herausfanden, dass Spinnen dazu in der Lage sindreagieren auf Schallpegel bis zu 68 Dezibel. Und wenn es lauter war, verhielten sich die Spinnen anders. Anschließend positionierten die Wissenschaftler die Schallquelle in einem 45-Grad-Winkel, um zu sehen, ob sich die Reaktion änderte. Sie fanden heraus, dass Spinnen nicht nur die Schallquelle lokalisieren, sondern auch deren Richtung mit 100-prozentiger Genauigkeit bestimmen können.
Um den Hörmechanismus der Spinne besser zu verstehen,Die Forscher verwendeten Laservibrometrie und maßen mehr als tausend Stellen im Internet. Das Ergebnis zeigte, dass die Bahn Schall mit nahezu maximaler physikalischer Effizienz in einem ultraweiten Frequenzbereich überträgt.
Laut den Autoren wird ihre Forschung dazu beitragen, extrem empfindliche Mikrofone für den Einsatz in Hörgeräten und Mobiltelefonen zu entwickeln.
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