Unbekanntes genetisches Virusmaterial in menschlicher DNA gefunden

Etwa 8 % des menschlichen Genoms gehen auf Retroviren zurück – das sind Viren, die sich normal verändern

In der Reihenfolge der genetischen Transkription verfügen sie über ein RNA-Genom, das revers in DNA transkribiert wird und dann in das Genom der Wirtszelle gelangt.

Das bekannteste Retrovirus ist das Human Immunodeficiency Virus (HIV).

Retroviren können destruktiv seinAuswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, aber virales genetisches Material kann nützliche Funktionen erfüllen. Retrovirale Proteine, die in der Plazenta exprimiert werden, ermöglichen es Menschen und anderen Säugetieren beispielsweise, lebende Nachkommen anstelle von Eiern zur Welt zu bringen.

Im Laufe der menschlichen Evolution erwarben unsere Vorfahrenviel genetisches Material von Viren. Früher dachte ich, dass Viren nur eine Bedrohung darstellen, aber einige ihrer genetischen Sequenzen sind für die menschliche Entwicklung notwendig.

Shohei Kojima ist Fellow am RIKEN Center for Integrative Medical Sciences (IMS).

In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forscherlernten retrovirale genetische Sequenzen im menschlichen Genom sowie virale Sequenzen kennen, die nicht von Retroviren abgeleitet wurden. Es ist jedoch nicht bekannt, wie sich diese Sequenzen von Person zu Person unterscheiden und ob diese Unterschiede eine positive oder negative Rolle spielen können.

In der neuen Arbeit untersuchten die Forscher VirenVariationen bei 3,3 Tausend Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Sie fanden heraus, dass Viren für unerwartete strukturelle Veränderungen im menschlichen Genom verantwortlich sind. Die Autoren fanden zudem seltene Varianten in der Keimbahn, die auf das Herpesvirus zurückzuführen sind.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht das gesamte virale genetische Material, das sie entdeckten, vor langer Zeit erworben wurde: Einige Veränderungen traten erst vor relativ kurzer Zeit auf.

Es stellte sich heraus, dass einige häufig verwendetedie Zelllinien wurden mit Viren infiziert. Die Autoren weisen darauf hin, dass Viren normalerweise keine B-Zellen infizieren, die zur Bildung von Zelllinien verwendet werden. Wie dies geschah, ist noch nicht vollständig geklärt.

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