UW: Videokonferenz-Apps sammeln Daten, auch wenn das Mikrofon stummgeschaltet ist

Die Autoren der Arbeit testeten viele verschiedene Videokonferenzanwendungen in großen Operationssälen.

Systeme einschließlich iOS, Android, Windows und Mac.

Es stellt sich heraus, dass diese Apps in den allermeisten Fällen auch dann noch Zugriff auf die Daten vom Mikrofon haben, wenn Sie sich selbst stumm schalten.

Kassem Fawaz, Professor an der UW

Der Bruder eines UW-Professors, Kassem Fawaza, führte eine Videokonferenz mit ausgeschaltetem Mikrofon durch und bemerkte, dass das Mikrofonlicht noch an war. Dies bedeutet, dass auf das Mikrofon zugegriffen wurde.

Danach, Fawaz und Yang, zusammen mit Kollegen ausDie University of Chicago führte eine formellere Studie durch, um herauszufinden, was passiert, wenn das Mikrofon in einer Videokonferenz stummgeschaltet wird. Die Autoren untersuchten, wie sich die Stummschalttaste in vielen gängigen Anwendungen verhält: Sie wollten feststellen, welche Art von Daten erfasst werden und ob dort möglicherweise persönliche Informationen enthalten sein können. Sie verwendeten Binäranalyse-Tools, um das rohe Audio in beliebten Videokonferenzanwendungen zu verfolgen: Audio wurde von der Anwendung an den Audiotreiber des Computers und dann an das Netzwerk übertragen, selbst wenn der Ton stummgeschaltet war.

Sie fanden heraus, dass alles, was sie getestet habenAnwendungen sammeln manchmal rohe Audiodaten, auch wenn das Mikrofon nicht funktioniert. Es gab auch eine beliebte Anwendung, die Informationen sammelt und Daten mit derselben Geschwindigkeit an ihren Server sendet, unabhängig davon, ob das Mikrofon stummgeschaltet ist oder nicht.

Mithilfe von maschinellen Lernalgorithmen haben die Autorenein neuronales Netzwerk darauf trainiert, menschliche Handlungen nur anhand von Geräuschen zu klassifizieren. Sie wählten sechs typische Hintergrundaktivitäten aus: Kochen, Essen, Musik hören, Tippen und Putzen. Als Ergebnis konnte das neuronale Netzwerk Hintergrundaktivitäten mit einer durchschnittlichen Genauigkeit von 82 % identifizieren.

Die Autoren gaben an, dass diese Situation ernsthafte Datenschutzbedenken aufwirft.

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