Wasser wurde wie auf der Erde 1.300 Lichtjahre entfernt gefunden

Wissenschaftler haben in der Umlaufbahn um einen 1.300 Lichtjahre entfernten jungen Stern Wasser entdeckt, das dem der Erde bemerkenswert ähnlich ist.

von der Erde.

Astronomen nutzten das leistungsstarke Radioteleskop ALMAund untersuchte V883 Orionis, einen Protostern 1.300 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Orion. Dort fanden sie gasförmiges Wasser. Seine chemische Zusammensetzung ähnelt der von Kometen, die an der Erde vorbeifliegen. Dies ist ein entscheidender Beweis dafür, dass das Wasser, das sie auf unseren alten Planeten brachten, aus Gaswolken stammte, die "älter als die Sonne" sind, schreiben die Wissenschaftler.

Astronomen haben zuvor die Bewegung von Wasser aus beobachtetGaswolken in Scheiben, die Planeten um junge Sterne bilden, und dann von Kometen zu Planeten. Aber das fehlende Glied in der Kette – die „Übertragung“ von Wasser von jungen Sternen auf Kometen – fehlte. Jetzt haben Forscher die Wissenslücke endlich geschlossen. Die Ergebnisse wurden am 8. März in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Zeitrafferaufnahme des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA). Bild mit freundlicher Genehmigung von ESO/C. Malin

„V883 Orionis ist unser fehlendes Glied“erklärt John J. Tobin, Hauptautor der Studie und Astronom am National Radio Astronomy Observatory in Charlottesville, West Virginia. „Die Zusammensetzung des Wassers in der Scheibe ist der Zusammensetzung von Kometen im Sonnensystem sehr ähnlich. Dies stützt die Idee, dass sich Wasser in Planetensystemen vor Milliarden von Jahren gebildet hat, bevor unser Stern erschien. Kometen und die Erde haben es relativ unverändert geerbt.“ 

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Titelbild: Die sich bildende Scheibe um den Stern V883 Orionis. Bild mit freundlicher Genehmigung von ESO/L. Kalkada