Warum das Gehirn unangenehme Gerüche schneller erkennt als angenehme

Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Gehirn unangenehme Gerüche schneller wahrnimmt als angenehme. Sie gingen davon aus

Womit könnte das zusammenhängen? Besprechen

Um Experimente durchzuführen, Forscherentwickelte ein spezielles Gerät, das Gerüche präzise in die menschliche Nasenhöhle übertragen kann. Die Teilnehmer mussten die Eigenschaften von zehn verschiedenen Gerüchen bewerten, während ihre Gehirnsignale mittels Elektroenzephalographie (EEG) aufgezeichnet wurden. Anschließend wurden die Daten mittels maschinellem Lernen verarbeitet.

Es stellte sich heraus, dass das Gehirn Gerüche schon vorher erkanntewie eine Person sich ihrer bewusst war. Darüber hinaus tauchte im Gehirn die Vorstellung von der Unangenehmkeit des Geruchs früher auf als von der Angenehmheit. So erkannte das Gehirn den Geruch von Fäulnis oder verfaultem Fleisch innerhalb von 300 Millisekunden nach seinem Auftreten. Aber die Gerüche von Blumen oder Früchten wurden bereits nach 500 Millisekunden erkannt.

Wissenschaftler vermuten, dass ein solches Merkmal im Laufe der Evolution als Frühwarnsystem für potenzielle Gefahren entstanden ist.